SNIPER-STRAP THE „PRO-LEATHER“ im Test

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In der Regel ist jeder Spiegelreflexkamera bereits ein Kameragurt beigelegt. Doch gibt es auf dem Markt interessante Alternativen, die durch ein besonderes Design oder durch gehobenen Tragekomfort hervorstechen. Mit dem Leder-KameraGurt von Sunsniper haben wir eines der teuersten Kameragurtsysteme (Internetpreis um die 100 Euro) unter die Lupe genommen.

Sunsniper Leder Gurt Schulterstück

Sowohl das Schulterstück, als auch der Gurt selbst bestehen aus mattschwarzem (Echt)-Leder, das recht hochwertig verarbeitet zu seien scheint. Die Besonderheit der Sunsniper-Gurte ist der Umstand, daß diese nicht an der Gurtöse befestigt werden, sondern am Stativgewinde. Der Kameragurt wird dann quer über den Oberkörper getragen, während das Schulterstück für eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts sorgt:

Sunsniper Gurt Leder

Der Vorteil liegt auf der Hand. Der Fotograf hat beide Hände frei und dennoch befindet sich die Kamera immer griffbereit auf Hüfthöhe. Dadurch, daß die Kamera weit nach hinten verschoben werden kann, ist sie recht gut vor Stößen etc. geschützt. Leider kam es beim ersten Testen zu einer hohen Reibung des Gurtbandes an dem Befestigungsring der Stativschraube. Hierdurch kommt es beim Hochziehen der Kamera zum unschönen Effekt, daß das Schulterteil verrutscht. Nachdem wir das Gurtband mit Lederpflegemittel behandelt hatten, konnte das Problem stark eingegrenzt, aber nicht vollends behoben werden.

Ein wichtiger Punkt ist natürlich die Haltbarkeit. Wie in Foto-Foren berichtet wird, haben die aus Nylon gefertigten Sunsniper-Gurte Probleme mit der Haltbarkeit, was sich in Ausfransen des Materials äußert. Zur Haltbarkeit des Leder-Modells können wir noch keine Aussagen machen. Die Qualität des verarbeiteten Leders macht aber einen sehr guten Eindruck.

Gerade bei teuren Kameras und Objektiven spielt natürlich die Sicherheit eine große Rollen. Es wurde in Foren schon von Fällen berichtet, bei denen Kameras von Sunsniper-Nutzern auf den Boden knallten. Das uns vorliegende Befestigungssystem macht aber einen sehr guten Eindruck, daß man sich hier keine Sorgen machen sollte. Ein regelmäßiges Kontrollieren der Stativgewinde-Schraube kann aber sicherlich nicht schaden.

Fazit: Für die gebotene Leistung ist der Preis des Kameragurtes sicherlich etwas zu hoch angesetzt, weil der Hersteller das Problem mit dem verrutschenden Schulterstück nicht in den Griff bekommen hat. Dennoch sticht der Gurt durch das hochwertig verarbeitete Leder optisch aus der Masse heraus, weshalb all denjenigen, die etwas besonderes suchen, der Kauf durchaus empfohlen werden kann. Wem es lediglich um die Funktionalität geht, kann genau so gut zu einer Nylon-Variante greifen, wie sie z.B. auch von Blackrapid, OP/Tech oder Carryspeed angeboten werden.

1 Kommentar zu „SNIPER-STRAP THE „PRO-LEATHER“ im Test“

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