Entwicklung von Filmen

Entwicklung von Filmen
In der Fotografie wird das Bannen des nach der Belichtung entstandenen unsichtbaren Bildes auf Fotopapier, als Entwicklung eines Fotos bezeichnet. Haben Sie sich vielleicht schon einmal überlegt selbst einen Film zu entwickeln? Dann finden Sie hier eine kurze Anleitung. Die folgende Erklärung bezieht sich auf die Entwicklung eines Schwarzweißfilms. Ein kleine Anmerkung im Voraus, die Filmentwicklung zu Hause ist nicht günstiger, als sie entwickeln zu lassen, denn die Utensilien und Chemikalien kosten auch einiges.
Vorbereitung
Da ein belichteter Film in absoluter Dunkelheit entwickelt werden muss, wird zu Hause eine Filmentwicklungsdose verwendet. Bevor Sie loslegen bereiten Sie die notwendigen Utensilien vor, sodass der Arbeitsablauf reibungslos vonstattengehen kann. Das heißt, die Chemikalien (Entwickler, Fixierer, Stoppbad und Netzmittel), Messbecher, Thermometer, Filmklammern, Stoppuhr, Seife und ein Handtuch werden neben dem Waschbecken bereitgelegt. An einem dunklen Ort  legen Sie Entwicklertank, Filmdosenöffner, Entwicklerspule und Schere und den Film bereit.
Zuerst sollte das Einspulen des Films in die Entwicklerspule bei Licht geübt werden. Dafür verwendet man am besten einen billigen Film, klappt es bei Licht, wird mit geschlossenen Augen und auch in der Dunkelheit geübt.
Ablauf
Einspulen. Zuerst  öffnen Sie die mit einem Öffner den Deckel der Filmdose (im Dunklen!). Das Grundprinzip beim Einspulen funktioniert etwa so, es kann jedoch von Spule zu Spule etwas variieren: Das Filmende wird mittig in der Spule  eingeklemmt und der Film dann der Länge nach in die Windungen hineingerollt. Danach kommt die Spule in den Tank, wo sie vor jeglichem Licht geschützt ist.
Entwickler. Was nun folgt, wird wieder im Hellen ausgeführt. Die Entwicklungszeit und –temperatur richten sich nach den Angaben des Filmherstellers. Bei Schwarzweißfilmen sind dies meist 18-20 Grad. In einem Messbecher werden bei einem Kleinbildfilm ungefähr 250ml Wasser bereitgestellt. Nun wird ihm die genaue Menge des Entwicklerkonzentrats zugefügt und das Ganze in den Entwicklertank gefüllt. Nun  folgt das „Kippen“. Alle 30 Sekunden wird der Tank gekippt und wieder aufgerichtet. Dann wird die genutzte Entwicklerlösung heraus gelassen und gegen das Stoppbad ausgewechselt. Dies lassen Sie 30-60 Sekunden einwirken, bevor Sie es zurück in die Flasche gießen. Der Zweck hiervon ist die Unterbrechung des chemischen Prozesses, sodass keine Reste bleiben, die den Fixierer verunreinigen könnten.
Fixieren. Nun wird der angesetzte Fixierer in den Tank gefüllt. Auch diesmal wird wieder alle 30 Sekunden gekippt. Danach kommt auch der genutzte Fixierer wieder in die Flasche zurück. Es ist hilfreich, sich auf den jeweiligen Flaschen zu markieren, wie oft die Chemikalie schon verwendet wurde, denn schon genutzte Chemikalien brauchen bei einem erneuten Einsatz mehr Zeit.
Wässern. Als letztes lassen Sie etwa fünf Minuten lang frisches Wasser in den Tank laufen, sodass alle Chemikalienreste entfernt werden.
Trocknen. Zum Trocknen bringt man den Film nun an einen staubfreien Ort und hängt ihn dort auf. Es ist hilfreich eine Klammer auch an das untere Ende zu stecken, so kann der Film sich nicht aufrollen. Ist er komplett getrocknet, kann man ihn in eine geeignete Größe zerschneiden (etwa sechs Bilder) und ihn digitalisieren oder abziehen lassen. Aufbewahrt wird er in speziellen Negativhüllen.
Damit sie richtig zur Geltung kommen, könnten Sie Ihre selbstentwickelten Fotos zum Abschluss in einen Fotokalender von fotokalender.com integrieren.

Die Sony SLT-A58Y – Ein Gastbeitrag von Fabian Wüst

Kameras gibt es wie Sand am Meer, keine Frage. Eine besondere Gattung und zudem immer beliebter werdende Klasse an Kamerasystemen stellen jedoch die sogenannten Spiegelreflexkameras dar.

Allerdings gibt es auch unter dieser Sondergruppe etliche Modelle in den unterschiedlichsten Ausführungen und mit den unterschiedlichsten Funktionen zu finden. Die Sony SLT-A58Y beispielsweise stellt hier nur eine von vielen Vertreterinnen dar.

Dennoch sticht diese Spiegelkamera unter ihren Kolleginnen deutlich hervor, was nicht nur an ihrem auffällig und kunstvoll gestalteten Design liegt. Alles, was es über die japanische Hightech-Knipse zu wissen gibt, verraten die folgenden Zeilen.

Die wichtigsten Daten in der Übersicht:
Herzstück der Sony SLT-A58Y ist deren 20 Megapixel starkes Kameraobjektiv, welches auf der Grundlage einer kontraststarken DSLR-Technik arbeitet. Insbesondere die scharfe Linienpaarzeichnung und die natürliche Farbwiedergabe verleihen der Kamera dabei dicke Pluspunkte. Positiv wirkt sich zudem die gute Lichtverträglichkeit aus, sodass auch bei höheren ISO Werten sehr klare Bilder auf dem Speicherchip landen. Ebenfalls zu loben sind das griffige Gehäuse, die kurze Verschlusszeit und die verhältnismäßig lange Akkulaufzeit.

Das Handling der Sony DSLR:
Einen der großen Vorteile, die die SLT-A58Y mit sich bringt, ist deren geringes Gewicht von circa 570 Gramm. So lässt sich das Modell auch auf längeren Ausflügen, etwa auf Wanderungen, mühelos mitnehmen. Zudem fällt die Kamera mit Ausmaßen von 129 x 96 x 78 Millimetern recht handlich aus, ist dank der grifffreundlichen Oberflächenlegierung sehr sicher zu halten und offenbart über die verständliche Bedienungsfläche auch für Einsteiger eine praktikable Fotolösung.

Die Vor- und Nachteile der Sony SLT-A58Y:
Große Vorteile offenbart die Spiegelreflexkamera bei der Betrachtung der Bild- und Videoqualitäten. Hier kann die Lösung schlichtweg mit sehr detailreichen Farben und zudem sehr klaren Linienzeichnungen im wahrsten Sinne des Wortes punkten! Denn selbst bei der Aufnahme von Videos offenbart die Fotomeisterin ein erstaunlich gutes Bild mit einer Aufnahmerate von 1080p bei mindestens 24 fps. Ebenfalls zu loben sind die geringen Auslösezeiten und der lang anhaltende Akku: 0,3 Sekunden benötigt die SLT-A58Y im Schnellbildmodus pro Bild und etwa 280 Minuten hält die Kamera im Videodreh-Modus durch!

Negativ fällt wiederum der zwar große, verhältnismäßig jedoch pixelarme Sucher-Bildschirm aus. Ebenfalls nicht allzu positiv: Während des Filmens lassen sich keinerlei Veränderungen bei der Aufnahme vornehmen und auch vor dem angestrebten Videodreh sind vergleichsweise wenige Optionen gegeben.

Fazit:
Eine scharfe, handliche und langlebige Spiegelreflexkamera stellt die SLT-A58Y allemal dar. Insbesondere die gute Lichtverarbeitung und die schlichtweg gute Bildqualität sprechen für die Kamera. Wer jedoch viel und lange filmen möchte, sollte sich ungeachtet der hohen Auflösung besser nach einem anderen Modell umschauen.

 

Über den Autoren:

Fabian Wüst betreibt eine Ratgeber-Website rund um Spiegelreflexkameras. Dort findet man einen DSLR-Vergleich, eine Bestseller-Liste sowie klassische Produkttests. Des Weiteren werden auf www.spiegelreflexkamera-tests.net regelmäßig Ratgeber- sowie Blogartikel veröffentlicht.

Photoshop für Einsteiger? – Elements 13 macht’s möglich

Adobe Photoshop ist zweifellos eins der bekanntesten Bildbearbeitungsprogramme überhaupt. Allein die Tatsache, dass man bearbeitete Fotos üblicherweise mit dem Adjektiv „photoshopped“ beschreibt, spricht für die weite Bekanntheit der Software. Auch bei Grafikern und Fotografen gilt Photoshop von Adobe als das Synonym für Professionalität. Diese Wertschätzung verdankt das Programm dabei vor allem seinem enormen Funktionsumfang. So verbergen sich in zahlreichen Untermenüs von der automatisierten Tonwert-Korrektur über eine explizite Kontrast- und Farboptimierung bis hin zur pixelgenauen Selektion von Bildbereichen bzw. -abschnitten eine riesige Anzahl an kreativen Werkzeugen wie bei keiner anderen Software dieser Art.

 

Für Laien und Gelegenheitsnutzer gibt es attraktive Alternativen auf dem Markt

 

Dass sich dabei Photoshop in erster Linie an Profis oder zumindest an Nutzer mit qualitativ hohem Anspruch richtet, wird eigentlich schon direkt beim Programmstart klar. Während sich der Profi aber über die zahlreichen Menüs und integrierten Tools freut, ist der Privatanwender oftmals vor allem am Anfang angesichts der Fülle an Möglichkeiten bzw. Bearbeitungswerkzeugen bereits überfordert. Sicher erschließen sich viele Funktionen nach einer entsprechenden Eingewöhnungszeit. Trotzdem stellt sich die Frage, ob der Privatanwender wirklich ein Programm dieser Güteklasse benötigt? Der Hersteller Adobe selbst sagt ,,nein“ und bringt deshalb die kleine Schwester des Profi-Programms – Elements 13 – auf den Markt.

 

Einsteigerfreundlich wird die Software durch viele automatische Bearbeitungsoptionen und Step-by-Step-Anleitungen. So kann der Nutzer bereits vor dem Bearbeiten zwischen den Reitern ,,Schnell“, ,,Assistent“ sowie ,,Experte“ wählen, um so seinen Kenntnisstand zu definieren. Hat man sich für ein Level entschieden, wählt die Software nur bestimmte Filter und Effekte aus um die Bedienung übersichtlicher zu gestalten. Im Expertenmodus lässt Elements 13 dem Nutzer freie Hand und alle Bearbeitungsmöglichkeiten.

 

Viele Neuerungen speziell für Einsteiger

 

Besonders die Bereiche Optimierung des Assistenten, automatische und manuelle Auswahl, aber auch Social-Media und Bildmontage wurden in der neuen Version überarbeitet:

 

Optimierter Assistenten-Modus

Nach dem Aktivieren des Assistenten-Modus erscheint ein Navigationsmenü am rechten Bildrand. Hier kann der Nutzer zwischen den Bereichen ,,Fotospiel“, ,,Retuschen“, ,,Kamera-“ und ,,Fotoeffekte“ wählen. Jede Funktion geht der Assistent nun Schritt-für-Schritt durch, sodass man nichts falsch machen kann.
Automatische und manuelle Auswahl für noch mehr Funktionen

Das Programm bietet in der neuen Version noch mehr Funktionen, die per Mausklick das Bild automatisch optimieren, aber auch manuell benutzt werden können um bestimmte Bereiche gezielt zu bearbeiten.

 

Social-Media

Elements 13 glänzt diesmal außerdem mit der ,,Facebook-Titelbild“-Funktion und gestaltet kreative Facebook-Cover-Bilder. Bei der Kombination vom Titelbild und dem jeweiligen Profilfoto entstehen einzigartige Ergebnisse.

 

Ausgeklügelte Bildmontage durch Photomerge-Technologie

Die neue Photomerge-Technologie bietet sowohl dem Profi als auch dem Einsteiger unbegrenzte Möglichkeiten. Mit ihr kann man im Handumdrehen einzelne Objekte aus einem Foto ausschneiden, den Ausschnitt leicht verfeinert und in ein neues Foto einfügen. Natürlich steht dem Nutzer auch hier ein Assisten zur Seite. Befinden sich alle Objekte auf einem Foto, kann man noch die Belichtung automatisch oder manuell für das gesamte Foto anpassen.

 

Weitere Informationen können den folgenden Testberichten zu Elements 13 entnommen werden.

http://www.netzsieger.de/p/adobe-photoshop-elements-13

http://www.giga.de/downloads/photoshop-elements/

http://www.digitalkamera.de/Meldung/Photoshop_Elements_13_angekuendigt/9138.aspx

Test: Nikon Coolpix L830

Test-Bericht: Nikon Coolpix L830 – wie kann die Superzoom-Kamera im Kurz-Test überzeugen?

Mit der Nikon Coolpix L820 brachte Nikon eine äußerst preiswerte Megazoom-Kamera mit guter Austattung heraus. Die Erwartungen an das Nachfolgemodell Nikon Coolpix L830 sind dementsprechend groß. Der Ares Foto-Blog hat freundlicherweise ein Testexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, das an einem Wochenende ausführlich getestet wurde. Kann die Digitalkamera im Test überzeugen?

Genau so wie die L820 ist die L830 heute deutlich unter 200 Euro zu bekommen. Die beiden Modelle ähneln sich sehr stark. Mit 500g ist die L830 allerdings 30g schwerer. Die Abmessungen sind doch eher wuchtig (111 x 91 x 76 mm), weshalb die Kamera in den meisten Fällen wie eine DSLR um den Hals getragen werden wird. Dank zwei Gurtösen stellt dies auch kein Problem dar. Die Kamera ist komplett aus Gummi gefertigt und liegt sicher und rutschfest in der Hand. Die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet und dürften auch bei Foto-Anfängern nicht zu Verwirrung führen. Die Nikon-Designer haben sich sichtlich Mühe gegeben, den Eintieg möglichst leicht zu machen. Ein Tastendruck im Hauptmenü reicht aus, um die Positionen Bildqualität, Bildgröße, Weißabgleich, Messfeldvorwahl, ISO, Farb-Effekte und Serienaufnahme anzuzeigen. Bei den Videoeinstellungen geht es genau so übersichtlich zur Sache. Hier finden sich die Positionen: Windgeräuschfilter, Messfeldvorwahl, Auto-Fokus, Video VR und Filmsequenz.

Das scharfe 3-Zoll-Display weiß auf Anhieb zu überzeugen. Es hat eine Auflösung von 307.000 RGB-Bildpunkten, was in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich ist. Auch wenn man nicht frontal auf das display blickt, sondern stark seitlich, sind alle Details noch hervorragend erkennbar. Der  Bildschirm der Coolpix L830 in sechs Helligkeitsstufen verstellbar. Ein deutlicher Vorteil, im täglichen Praxiseinsatz, ist die Möglichkeit, das Display zu schwenken. Das war beim Vorgängermodell noch nicht möglich.

Die Brennweite des Megazooms wurde noch einmal erweitert. Sie beträgt jetzt 22,5 – 782 (zuvor 22,5 – 675). Die Lichtstärke ist ist dabei mit 3 – 5,9 gar nicht so schlecht. Auch wenn man insgesamt natürlich nicht die Bildqualität wie bei einem DSLR-Teleobjektiv erwarten darf: es ist faszinierend, den Brennweitenbereich der L830 voll auszuschöpfen. Insbesondere auch deshalb, weil die Kamera vergleichsweise handlich ist. Sprich: man nicht mit einem kilogrammschweren Teleobjektiv unterwegs sein muß.

Bei solch schwindelregenden Brennweiten-Werten muß natürlich ein brauchbarer Bildstabilisator zum Einsatz kommen. Hier hat Nikon noch einmal nachgebessert und trumpft mit einem 5-Achsen-Hybrid-Bildstabilisator auf, der seinen Dienst auch ganz ordentlich versieht. Selbstverständlich ist auch ein Stativgewinde verbaut. So muß man sich nicht vollkommen auf den Bildstabilisator verlassen, wenn im Tele-Bereich fotografiert werden soll. Ein echter Knaller ist der Makromodus mit seiner Naheinstellgrenze von 1 cm. Eine ruhige Hand und gutes Licht vorausgesetzt, lassen sich hiermit wirklich brauchbare Makroaufnahmen machen.

Der Autofokus ist jetzt etwas flotter als beim Vorgängermodell. Die Anzahl der Batterien wurde von einer auf vier aufgestockt. Das erscheint uns beim Wechseln nicht ganz so praktisch zu sein.

Der CMOS-Sensor mit seinen 16 Megapixeln liefert eine dem Preis der Kamera entsprechende gute Bildqualität. Leider werden Bilder, um das Rauschen zu unterdrücken, teilweise teilweise recht glattgebügelt. Die Kamera kommt hier offensichtlich an ihre technischen Grenzen.

Fazit

Die Nikon Cooplix L830 ist ein imposantes Stück Kamera, das mit einem beeindruckenden Megazoom aufwarten kann. Dabei darf man jedoch keine Kamera erwarten, die in der Manteltasche verstaut werden kann. Dennoch ist die L830 im Vergleich zu DSLRs hoch als handlich einzustufen. Über die Mängel bei der Bildqualität kann die uppige Brennweite trösten. Das Preis-Leitungsverhältnis ist unserer Meinung phänomenal. Wer „mehr“ möchte, sollte sich bei Systemkameras und DSLRs umsehen. Mit diesen möchte die L830 aber auch gar nicht antreten.

Test: Olympus Stylus SH-1

Test-Bericht: Olympus Stylus SH-1 – Kann die Kamera überzeugen?

Mit der Stylus SH-1 stellt Olympus eine knapp 300 Euro Kamera vor, die optisch einer Olympus Pen Systemkamera ähnelt, aber dennoch eine Kompaktkamera ist. Der Retro-Look hat uns sehr gut gefallen und dürfte bei einigen Anwendern zu nostagischen Gefühlen führen. Die 109 x 64 x 42 mm große und 270 g schwere Kamera liegt äußerst gut in der Hand, was nicht zuletzt an der edlen Kameraverkleidung liegt, die von der Struktur her an echtes Leder erinnert. An der Ober- und Unterseite der Systemkamera kommt Metall zum Einsatz und nicht etwa billiges Plastik. Bedient wird die Olympus Stylus SH-1 über ein Moduswahlrad an der Oberseite und kleine Bedientasten an der Kamerarückseite. Praktischerweise können einige Einstellungen auch direkt über das Touchscreen vorgenommen werden.

Im Hauptmenü wird man von der Fülle der Einstellmöglichkeiten etwas erschlagen. Es nimmt viel Zeit, sich durch die ganzen Menüpunkte zu arbeiten. Immerhin können wichtige Einstellungen wie Effekte, ISO-Wert, Blitz,  Belichtungskorrektur,  Einzel- oder Serienbild, Bildauflösung, Whitebalance, Seitenverhältnis sowie Videoauflösung direkt Vierwegtaste eingetellt werden. Unverständlicherweise gibt es keine Möglichkeit, die einmal ausgewählten Werte dauerhaft zu speichern. In Kombination mit der etwas fummeligen Menüauswahl fängt das balds an zu nerven. Freilich ist so eine Kompaktkamera aber auch eher für Anwender konzipiert, die ohnehin immer mit den Standardeinstellungen fotografieren. Diese Nutzer werden sich dann auch nicht weiter daran stören.

Die Touch-Funktion muß vor der ersten Anwendung erst einmal kalibriert werden. Ist dies erledigt, funktioniert sie auch sehr zufriedenstellend. So kann man etwa im Aufnahmemodus mit einer Fingerbewegung der Fokuspunkt ausgewählt werden.

Die verbaute Optik hat eine Brennweite von 25mm bis 600mm. Dieser Wert ist für den Praxiseinsatz vollkommen ausreichend. Leider ist die Kamera nicht sonderlich lichtstark (3 bis 6,9), weshalb man in vielen lichtschwachen Situationen auf den Blitz angewiesen seien wird.

Die Serienbildfunktion ist mit 12 Bildern/sec außergewöhnlich schnell. Per wireless-lan Funktion lassn sich die gemachten Aufnahmen dann auch kabellos zum PC übertragen. Unserer Meinung nach ein ganz starkes Feature, das in Zukunft hoffentlich in immer mehr Kameras Anwendung finden wird.

Die Bildqualität der Olympus Stylus SH-1 ist für eine Kompaktkamera durchaus zufriedenstellend. Allerdings nur, wenn auch ausreichend Licht vorhanden ist. Bei ISO-Werten von über 400 muß mit deutlichen Qualitätseinbußen gerechnet werden.

Fazit

Die Olympus Stylus SH-1 ist eine tolle Reisezoom-Kompakt-Kamera, die auch optisch einiges hermacht. Neben der überragenden Ausstattung fällt die Bildqualität bei schwachem Licht etwas ab. Wer wer Qualität möchte, müßte wohl zu einer Systemkamera mit Wechselobjektiv greifen, was aber auch zu einer Verschlechterung der Handlichkeit führen würde. Profis werden etwas von der umständlichen manuellen Steuerung enttäuscht sein.

Test: Canon EF 50mm f/1.8 II – Einsteiger-Festbrennweite zum kleinen Preis

Test-Bericht: Canon EF 50mm f/1.8 II

Das EF 50mm f/1.8 II Objektiv von Canon ist eine phantastische Linse. Nicht umsonst wird sie schon über 20 Jahre lang von Canon hergestellt. Die Verkaufszahlen sind nach wie wie vor gut, was bei einem Preis von knapp 80 Euro auch nicht verwunderlich ist. Die Fähigkeit des Objektivs, Aufnahmen mit extremer Offenblende (1.8!) zu bewerkstelligen, fasziniert zahlreiche Fotografen. Ebenfalls erwähnenswert ist das geringe Gewicht und die ausgesprochene Handlichkeit (121 g, 68mm Durchmesser, 41mm Länge). In Kombination mit einer kleineren DSLR Kamera hat man hier ein überaus agiles Gespann, das auch in einer kleinen Kameratasche verstaut werden kann. Der Verfasser dieses Artikels verwendet selbst seit Jahren ein Canon EF 50mm. Die gemachten Erfahrungen sollen in Form eines kurzen Tests dargestellt werden.

Einsatzbereiche des Canon EF 50mm

1) Available Light Fotografie: Das Fotografieren mit dem verfügbaren Licht – also ohne Blitzgeräte und Scheinwerfer – ist sehr reizvoll. Aufnahmen bei Partys, Konzerten etc. erscheinen viel authentischer, wenn nur das tatsächlich vorhandene Licht auf den Bildern zu sehen ist. Freilich braucht man für diese Aufnahmetechnik ein lichtstarkes Objektiv, sprich: die Blende muß sehr weit geöffnet werden können. Es gibt nur wenige Objektive, welche diese Disziplin so gut beherrschen wie das Canon EF 50mm. Verwacklungsfreie Aufnahmen bei widrigen Lichtverhältnissen sind also deutlich einfacher als etwa mit dem Canon Kit-Objektiv. Man kommt auch mit geringeren ISO-Werten aus, was zuletzt der Bildqualität entgegen kommt.

2) Portrait-Fotografie: Wird eine Kamera mit APS-C Sensor verwendet, ergibt sich eine effektive Brennweite von 80mm. Ein idealer Wert für Portrait-Fotografie. Mit einer Vollformat-DSLR verringert sich der Abstand zur fotografierten Person etwas, was aber kein Problem darstellt. Ein großer Vorteil ist die Möglichkeit, das Hauptobjekt mittels Offenblende freizustellen. Freilich ist man mit einer Brennweite von 50mm vergleichsweise flexibel, weshalb die Linse häufig als „Normalobjektiv“ im Dauereinsatz ist.

Haptik und Qualität des Canon EF 50mm

Bei einem Preis von knapp 80 Euro kann man hier natürlich nicht all zu viel erwarten. Das Gehäuse ist komplett aus Plastik gefertigt und macht insgesamt einen eher billigen Eindruck. Allerdings haben wir das Objektiv schon seit Jahren im Einsatz, ohne daß irgendein technisches Problem aufgetreten wäre. Ganz im Gegenteil: das Canon EF 50mm hat den Ruf, bei sachgemäßer Handhabung, ein ganzes Fotografenleben heil zu überstehen. Beim Einsatz sollte man immer im Hinterkopf behalten, daß es sich nicht um ein „L-Objektiv“ handelt. Eine ausreichende Versiegelung gegen Feuchtigkeit ist also nicht vorhanden. Da es sich nicht um ein Zoom-Objektiv handelt, gibt es insgesamt weniger bewegliche Teile, die kaputt gehen könnten. Unter Umständen ist dies ein Faktor der außerordentlich guten Haltbarkeit. Ein Objektivrückdeckel und ein Objektivdeckel liegen der Linse bei. Allerdings keine Gegenlichtblende. Für diese veranschlagt Canon dann gleich noch einmal ca. 30% des Objektiv-Anschaffungspreises. Hier lohnt es sich, nach Alternativen zu schauen. Im Onlineshop von Ares Foto finden sich einige kostengünstige Gegenlichtblenden, die sich hinter dem Original nicht zu verstecken brauchen. Diese können dann auf das 52mm Filtergewinde aufgeschraubt werden.

Der Autofokus des Canon EF 50mm

Leider hat Canon fur das Canon EF 50mm einen mittlerweile veralteten Mikromotor verbaut, der laut und langsam und auch nicht sonderlich genau ist. Mehr ist für den Preis aber auch kaum zu erwarten. Ein moderner Ultraschallmotor würde die Produktionskosten stark erhöhen, wodurch die Linse für preisbewußte Käufer an Attraktivität verlieren würde. Wer gerne im manuellen Modus fokusiert, wird freilich über dieses Manko hinwegsehen können. Allerdings ist ein leistungsfähiger Autofokus gerade dann, wenn mit extremer Offenblende fotografiert wird, äußerst hilfreich. Insbesondere dann, wenn man gerne Schnappschüsse macht, bei denen wenig Zeit zum manuellen Fokussieren bleibt.

Festbrennweite oder Zoom?

Ob nun ein Zoom-Objektiv oder eine Festbrennweite zu bevorzugen ist, läßt sich so allgemein nicht beantworten. Beim Canon EF 50mm handelt es sich um eine Festbrennweite, die den Fotografen mit brilliant scharfen Aufnahmen belohnt. Für Anwender, die bislang nur mit Zoom-Objektiven gearbeitet haben, wird die Umstellung sicherlich etwas Zeit in Anspruch nehmen. Aber es lohnt sich. So lassen sich mit dem EF 50mm wirklich unglaublich scharfe Bilder schießen, die so mit dem Kit-Objektiv nicht möglich wären.

Fazit

Das EF 50mm f/1.8 II ist ein außerordentlich handliches und leichtes Objektiv, das eine fantastische Blendenöffnung zum Spar-Preis bietet. Ob als „Immer-Drauf“, für Portait-Aufnahmen oder für das Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen – mit dieser Linse ist man bestens für kreative Ideen gerüstet. Ob man dann letztendlich doch lieber zu einem Zoom greift, ist letztendlich Geschmacksache. Im Zweifelsfall nimmt das EF 50mm aber auch kaum Platz in der Fototasche weg, weshalb man es auch ohne weiteres als Ergänzung zu einem klassischen Reise-Zoom mit in den Urlaub nehmen kann. Die Erfahrung hat gezeigt, daß sich das lohnt. Die Verarbeitungsqualität ist mittelmäßig, aber dem Preis angemessen. Für anspruchsvolle Anwender gibt es ausreichend Alternativen, die eine wesentlich bessere Haptik bieten. Der schlechte Autofokus ist allerdings nicht wegzudiskutieren. Für viele Fotografen könnte er ein Grund sein, sich letztendlich für ein anderes Objektiv zu entscheiden. Fokussiert man aber gerne auch im manuellen Modus, gibt es eigentlich keinen Grund, nicht zum EF 50mm zu greifen. Es gibt nur wenige Linsen, die so viel Bildqualität für so einen niedrigen Preis bieten. Wer noch keine Festbrennweite im Portfolio hat, sollte sich den Kauf ernsthaft überlegen. Die fehlende Zoom-Funktion geht nicht selten mit einem außerordentlichen Kreativitätschub einher. Hat man dann Feuer gefangen, kann man dann immer noich zu einer hochwertigeren Festbrennweite „upgraden“.

 

Test: Canon EOS 700D. Kann die Kamera überzeugen?

Die Canon EOS 700D SLR-Digitalkamera ist momentan eine der beliebtesten Canon-DSLR Kameras. Freundlicherweise hat Ares Foto ein Testexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Selbstverständlich wollen wir unsere Eindrücke auch den Lesern dieses Foto-Blogs nicht vorenthalten.

Mit der Canon Eos 700D legt Canon ein ca. 500 Euro teures Einsteigermodell vor, das mit 18 Megapixeln und Touchscreen in die Fußstapfen des Vorgängermodells 650D treten möchte. Im direkten Vergleich sind sich die beiden Kameras recht ähnlich. Doch vermittelt die 700D eine deutlich wertigere Haptik. Die Abmessungen scheinen aber weitgehend gleich geblieben zu sein. Das beiliegende Kit-Objektiv EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM verfügt einen Bildstabilisator und ist für Einsteiger in die DSLR-Fotografie ausreichend. Besitzer wertiger Canon-Objektive sollten aber lieber zur etwas günstigeren Gehäuse-only Variante greifen.

Hervorragende Bildqualität und potenter Blitz

Wie nicht anders zu erwarten, können mit der Canon EOS 700D kräftige und gut ausgeleuchtete Bilder aufgenommen werden. Selbst mit dem beigelegten Kit-Objektiv lassen sich brilliante Fotos aufnehmen. Mit einer Festbrennweite ist man dann schon auf einer Qualitätsebene, die keine Wünsche mehr offen lassen sollte. Bei dunklen Aufnahmebedingungen läßt sich eine leichte Randunschärfe ausmachen. Das wird aber durch den äußerst kräftigen internen Blitz kompensiert, der mit einer Reichweite von 3,7 Metern aufwarten kann. Wer jedoch lieber mit dem natürlichen verfügbaren Licht arbeitet, kann den ISO Wert auf bis zu 12.800 hochschrauben.

Bewegbarer Touchscreen

Ein besonderes Highlight ist das schwenkbare Display, das mittels Touchscreen-Funktion bedient werden kann. Selbstverständlich kann man auch via Knöpfe und Moduswählrad durch die übersichtlichen Menüs navigieren.  Das frei bewegbare Display ist besonders im Live-View Modus praktisch, wenn das Sucherbild wie bei einer herkömmlichen Digitalkamera auf dem Display angezeigt wird.

Videoaufnahmen im Full HD Modus

Videos können mit der Canon 700D mit einer Auflösung von 1920×1080 Pixeln aufgenommen werden (Full HD), wobei die Aufnahmen mit 30Bildern/sec vorgenommen werden. WAs die Speichermedien angeht, ist die Kamera flexibel. So können Bilder und Videos auf SD-, SDHC- und SDXC-Karten gespeichert werden. Mittels eines HDMI-Kabels ist es möglich, die Daten hochauflösend auf einem kompatiblen Fernseher oder MOnitor anzusehen.

Mängel beim Autofokus

Erstaunt waren wir von dem etwas langsamen Autofokus. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen benötigt der Autofokus deutlich länger als das Vorgängermodell Eos 650, um den optimalen Schärfepunkt zu ermitteln. Immerhin erzeugt der Sensor bei schlechtem Licht nur wenig Bildrauschen, was über die Fokus-Probleme etwas hinwegtrösten kann. Bei Serienbilder, sind 3,84 Bilder/sec möglich, was ein sehr guter Wert ist und was für die Performance des Bild-Prozessors spricht.

Fazit

Einsteiger können bei der Canon Eos 700D wenig falsch machen. Bei einem hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis erhält man eine ausgewachsene DSLR-Kamera, die auch durch eine gewisse Handlichkeit überzeugen kann. Der mittelmäßige Autofokus fällt nur dann auf, wenn bei Dunkelheit fotografiert wird. Bei guter Ausleuchtung packt er hingegen kraftvoll zu. Das beiliegende Kit-Objektiv ist grundsolide. Jedoch sollten sich ambitioniertere Einsteiger überlegen, das Gehäuse mit einer Festbrennweite zu kombinieren. Hiermit lassen sich dann wirklich Aufnahmen „zaubern“, die von Bildern, die mit deutlich teurerer Hardware aufgenommen wurden, kaum noch unterscheiden lassen.

 

Filter-Reinigung mit dem Lens Cleaner 2 von B+W (Schneider Kreuznach)

Der B+W Filter Lens-cleaner 2 stellt momentan das Non-Plus-Ultra dar, wenn es um eine professionelle Filterreinigung geht. Es handelt sich hierbei um ein Reinigungsspray, das speziell für empfindliche Filter und sonstige optische Oberflächen konzepiert wurde.

Um die Abbildungsqualität des verwendeten Objektivsystems auf einem optimalem Level zu halten, müssen die eingesetzten Filter immer frei von Verschmutzungen sein. Wenn die Filteroberfläche verschmutzt oder verkratzt ist, kann es zu einer Minderung von Kontrast und Schärfe kommen.

Bei der Reinigung eines optischen Filters sollte man folgendermaßen vorgehen:

1) Zuerst sollten lose Artikel mit Hilfe eines Blasebalgs entfernt werden. Auch ein sogenannter Lens Pen kann verwendet werden. Hierbei handelt es sich um eine Art Pinssel, dessen weiche Borsten Staubpartikel von Kameralinsen und Filteroberflächen fegen.

2) Verunreinigungen, die jetzt noch vorhanden sind, lassen sich bestens mit dem B+W Mikrofasertuch „photo-clear“ entfernen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, daß dieses Mikrofasertuch ewig hält und sogar waschbar ist. Die relativ hohe Erstausgabe hat sich also nach einiger Zeit wieder eingespielt.

3) Wenn die optische Fläche nun immer noch nicht rein seien sollte, kann zum B+W Lens Cleaner 2 gegriffen werden. Hierbei wird direkt auf die zu säubernde Oberfläche gesprüht, um anschließend mit einem Mikrofasertuch mit kreisenden Bewegungen auch hartnäckige Verschmutzungen zu entfernen.

Gerade wenn hochpreisige Filter gereinigt werden sollen, wie sie etwa von B+W (Schneider Kreuznach) verkauft werden, sollten keine Kompromisse bei der Auswahl des Reinigungszubehörs eingegangen werden. Wir von Ares Foto verwenden mittlerweile nur noch das High-End Reinigungsmaterial von B+W.

Schluß mit langweiligen Objektivdeckeln mit „Sokazu“

Der Objektivdeckelmarkt ist recht übersichtlich. So gibt es Objektivdeckel mit Innengriffen, welche besonders gut mit Gegenlichtblenden verwendet werden können, sogenannte Weißabgleich-Objektivdeckel, mit denen farbechte Bilder aufgenommen werden können und natürlich Standard-Objektivdeckel, die einem neu gekauften Objektiv beiliegen und die meistens mit dem Schriftzug des jeweiligen Herstellers versehen sind: „Nikon“, „Canon“ usw. …

Das junge Unternehmen Sokazu aus Berlin hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Eintönigkeit zu durchbrechen. Netterweise hat uns das Unternehmen das aktuelle Objektivdeckel-Programm zugeschickt. Insgesamt gibt es vier Designs, die alle für 9,99 Euro in der Größe 58mm online bestellt werden können:

Blue CHick

das Modell „Blue Chick“…

Dizzy Red

das Modell „Dizzy Red“ …

Green Mosaic

das Modell „Green Mosaic“ …

pink Donutr

das Modell „Pink Donut“

Das Design aller Objektivdeckel ist recht ausgeflippt, aber genau das sollte die potentielle Käuferklientel auch wollen. Auffallen tut man damit auf jeden Fall. Ein gewisses Manko ist die Tatsache, daß die Objektivdeckel bislang lediglich in der Größe „58mm“ lieferbar sind. Dieser Objektivdurchmesser ist zwar strark verbreitet – unter anderem weist das Canon Kit-Objektiv diesen Durchmesser auf – Anwender anderer Größen schauen trotzdem in die Röhre. Allerdings ist stark anzunehmen, daß Sokazu hier noch nachlegen wird.

Selbstverständlich ist es die Hauptaufgabe einer Objektivkappe, die Linse vor Kratzern und Staub zu schützen. Unsere Tests haben ergeben, daß die Sokazu-Deckel eine solide Qualität aufweisen. Ein Wackeln oder ungewolltes Herunterfallen konnten wir nicht feststellen. Davon abgesehen ist auch eine kleine Öse vorhanden, welche die Befestigung einer Schlaufe erlaubt. Mit einer entsprechenden Schlaufe würde ein verlorener Schutzdeckel der Vergangenheit angehören.

Der Preis von 9,99 Euro ist nicht niedrig aber angemessen. Schließlich erhält man hier ein Design-Produkt, mit dem einem individualisierten Foto-Auftritt nichts mehr im Wege steht.

Man darf gespannt sein, welche Produkte Sokazu in Zukunft auf den Markt bringen wird. Denkbar wären hier z.B. flippige Kameragurte… wir werden auf jeden Fall berichten, sobald es etwas Neues gibt.

Graukarten in der digitalen Fotografie

Richtige darstellung von Farben: Das A und O in der Fotografie und bei Video-Drehs

Unabhängig davon, ob man ein Fotografie-Projekt oder ein Video-Projekt verwirklichen möchte, stellt die richtige Darstellung der Farben eine Grundlage für eine gelungene Arbeit dar. Eine Graukarte kann dabei helfen, farbechte Fotoaufnahmen und Videos zu erstellen. Das ist nicht nur für professionelle Fotografen und Filmemacher, die etwa eine Ausstellung ihrer Fotos und Videos  anstreben, sinnvoll. Auch private Nutzer, die ihre Ergebnisse beispielsweise in youtube oder facebook hochladen möchten, profitieren von einem manuellem Weißabgleich, der sich mit einer solchen Graukarte durchführen läßt.

Was ist denn überhaupt ein Weißabgleich?

Mit dem sogenannten Weißabgleich – im Englischen „white balance“ genannt – soll die jeweilige Kamera so eingestellt werden, daß sie mit der Farbtemperatur des Lichtes, welches am Aufnahmeort gerade vorhanden ist, sensibilisiert wird. Eine Anpassung der Farbtemperatur an die Lichtverhältnisse ist sowohl in der analogen, als auch in der digitalen Fotografie möglich.  Übrigens verfügt auch das menschliche Auge über die Fähigkeit, sich an die jeweiligen Lichtverhältnisse anzupassen. Dieser Vorgang wird chromatische Adaption genannt.

Der vollautomatische Weißabgleich für wechselhafte Lichtsituationen

Moderne Digitalkameras verfügen über die Möglichkeit, einen vollautomatischen Weißabgleich vorzunehmen (im Englischen spricht man von „automatic white balance“). Hierfür geht die Kamera-Automatik folgendermaßen vor:

Die Programmautomatik wählt die größten hellen Flächen aus und geht gleichzeitig davon aus, daß es sich um neutralgraue bzw. weiße Flächen handelt. Trifft dies auch zu, kann mit sehr guten Bildergebnissen gerechnet werden.

Gibt es aber auf dem jeweiligen Bild keine neutralgrauen Flächen, muß mit unschönen Farbstichen rechnen, die, insofern sie nicht künstlerisch gewollt sind, eine Foto-Aufnahme schnell ruinieren können. Wer sich vor diesem Phänomen grundsätzlich absichern möchte, sollte seine Kamera – alle modernen DSLRs von Canon, Sony, Nikon, Pentax, Sigma usw. unterstützen diese Funktion – im sogenannten Raw-Modus betreiben. Dieses Bildformat benötigt zrwar mehr Speicherplatz als das beliebte jpg-Format, es ist aber möglich, die Farbtemperatur später am PC so einzustellen, wie man es möchte. Freilich benötigt man hierfür ein Bildbearbeitungsprogramm. Besonders bewährt hat sich hierbei Adobe Photoshop Elements, das jeder anspruchsvolle Fotograf verwenden sollte. Freilich kann auch weniger leistungsfähige Freeware zurückgegriffen werden.

Bei Aufnahmen im Dämmerlich haben Fotografen, die auf den automatischen Weißabgleich setzen, auch häufig Probleme. Wenn man es aber mit sehr wechselhaften Lichtverhältnissen zu tun hat, beispielsweise wenn sich immer wieder Wolken vor die Sonne schieben, führt auch für Profi-Fotografen kein Weg am automatischen Weißabgleich vorbei.

Mit dem manuellen Weißabgleich optimale Bildergebnisse herausholen

Ein manueller Weißabgleich kann mit ganz einfachen Mitteln durchgeführt werden. Hierfür richtet man die Kamera auf eine weiße oder neutralgraue Fläche. Die Fläche muß formatfüllend im Sucher zu sehen sein. Je nach Kameramodell kann man nun eine Aufnahme machen, die als Referenz für den manuellen Weißabgleich im Speicher des Aufnahmegerätes abgelegt werden kann. Je nach Hersteller – Canon Eos, Pentax, Nikon, Sigma, Sony usw. – muß man hierfür etwas anders vorgehen. Es kann durchaus ein einfach Blatt weißes Papier verwendet werden. Perfektionisten werden mit dieser Vorgehensweise aber schnell an ihre Grenzen kommen. Das hat damit zu tun, daß viele Papiere über optische Aufheller verfügen, die, wenn sie von UV-Strahlen ausgeleuchtet werden, von der Kamera blau wahrgenommen werden, was letztendlich zu einem unschönen Gelbstich führen kann. Anspruchsvolle Anwender greifen deshalb in der Regel gleich zu einer Graukarte, mit der farbstichige Aufnahmen der Vergangenheit angehören sollten.

Typische Farbtemperaturen

Häufig vorkommende Farbtemperaturen, können bei den meisten DSLR-Kameramodellen auch direkt angewählt werden. Typischerweise stehen hier zur Auswahl:

  1. Tageslicht
  2. künstliches Licht (Lichtquelle: Glühlampen)
  3. künstliches Licht (Lichtquelle: Leuchtstoffröhre)
  4. schattige Lichtverhältnisse
  5. wolkiges Szenario

Die Verwendung dieser vorgegebenen Werte ist immer dann sinnvoll, wenn nicht mit einer Graukarte gearbeitet wird, gleichzeitig aber die Kamera-Automatik mit dem Weißabgleich überfordert ist.

Den Weißabgleich mit Bildbearbeitungssoftware durchführen

Spezalisierte Bildbearbeitungssoftware ermöglicht einen nachträglichen Weißabgleich am PC. Je nach Tool kann man hier auf automatische oder halbautomatische Verfahren zurückgreifen. Bei der manuellen Vorgehensweise bestimmt man via Mausklick einen Weißpunkt auf der jeweiligen Aufnahme. Leistungsfähige Programme erlauben es, gleich mehrere Punkte festzulegen, welche dann gemittelt werden. Ebenfalls möglich, ist die Angabe der Farbtemperatur, die der Software dann als Anhaltspunkt zur weiteren Berechnung gilt. Wie bereits angedeutet eignen sich für diese Vorgehensweise das sogenannte Raw-Format. Der nachträgliche programmgestützte Weißabgleich macht eine Graukarte aber keineswehs überflüssig. Profis machen nicht selten ein Referenzbild, auf dem die Graukarte zu sehen ist. Der Software kann dann mitgeteilt werden, wo die Graukarte sich befindet, wodurch ein extrem genauer Weißabgleich durchgeführt werden kann.

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