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Graukarte u. Weißabgleich

Graukarte u. Weißabgleich

Die Graukarte: Optimales Werkzeug für die Belichtungsmessung und den Weißabgleich


Auf eine Graukarte sollte kein Fotograf verzichten, der auf korrekt belichtete Fotos und farbechte Aufnahmen Wert legt. Alle Besitzer einer digitalen Spiegelreflexkamera oder einer Systemkamera können nämlich sowohl die Belichtung, als auch den Weißabgleich manuell einstellen, wodurch wirklich professionelles Fotografieren erst möglich wird. Zögern Sie nicht und legen Sie los wie die Profis!



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Eine Graukarte – wofür braucht man sie eigentlich?

Eine Graukarte wird von Fotografen immer dann herangezogen, wenn es notwendig ist, die Belichtung manuell zu kalibrieren. Dies ist in der ambitionierten Fotografie ein alltäglicher Vorgang. Sie hat keine einheitliche Form. So kann sie als kleine oder große Kartonkarte gefertigt sein, faltbar sein, aus Plastik gefertigt sein oder auch in Form eines Mikrofasertuchs daherkommen. Immer wieder ist das Phänomen zu beobachten, daß Kunden Karten aus Plastik vorziehen, weil diese haltbarer seien. Allerdings ist von solchem grauen Plastik eher abzuraten, weil die Reflexionseigenschaften nicht optimal sind. Viel besser haben sich in der Praxis Karton-Karten bewährt, die zuvor mit einer streng genormten grauen Farbe lackiert wurden. Die Rückseite einer Graukarte ist häufig weiß und reflektiert 90% des Lichts. Die graue Seite hingegen sollte exakt 18% des darauf fallenden Lichts reflektieren. Beide Seiten werden von Qualitätsherstellern – etwa JJC – mit metarmeren Farben beschichtet, die bei verschiedenen Licht-Quellen (Leuchtstofflampe, Tageslicht oder Glühlampe) einen konstanten Reflexionsgrad gewährleisten.


Alle aktuellen Kameras – Spiegelreflexkameras, Kompaktkameras und Systemkameras – verfügen über Belichtungsmesser, die so kalibriert sind, daß ein Motiv mit durchschnittlicher Helligkeitsverteilung gut ausgemessen werden kann. Wenn die aufzunehmende Szene allerdings „aus der Reihe tanzt“, z.B. ein weißes Hauptmotiv vor schwarzem Hintergrund, kommt die automatische Belichtungsmessung digitaler Kameras schnell an ihre Grenzen. Mit Hilfe einer Graukarte kann aber auch unter widrigen Umständen eine exakte Belichtungsmessung durchgeführt werden. Darüber hinaus ermöglicht sie auch die Durchführung eines manuellen Weißabgleichs. Farbechte und korrekt belichtete Fotos und Videos sind für alle qualitätsbewußten Fotografen und Filmemacher ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Canon Eos, Sony Alpha/Nex, Olympus, Pentax oder Sigma Kamera verwendet wird. Keiner der genannten Hersteller hat bislang digitale Fotoapparate auf den Markt bringen, deren Automatiken mit allen Licht Situationen zu recht kommen.


Mit einer Graukarte eine manuelle Belichtungsmessung durchführen

Graukarten sind ein äußerst kostengünstiges Instrument, um in der Fotografie eine korrekte Belichtung herbeizuführen. Sauber belichtete Bilder sind die Folge, zeitraubende nachträgliche Bildbearbeitung am PC wird kann reduziert werden. Eine richtige Belichtung hängt von drei Faktoren ab:


1) Das auf das Motiv auftreffende Licht 2) Die optischen Geräte, die sich zwischen Motiv und Sensor befinden (Objektive, UV-Filter etc.). 3) Die Filmempfindlichkeit, die etwa vom eingestellten ISO-Wert determiniert wird.


Von der Helligkeit des eigentlichen Motivs ist die Belichtung hingegen nicht abhängig.


Der Belichtungsmesser einer Kamera arbeitet folgendermaßen: Das Licht gelangt durch das Objektiv und unter Umständen auch durch einen montierten Filter (gerade CPL-Filter schlucken recht viel Licht!) und trifft letztendlich auf die Messfelder des Belichtungsmesser-Vorrichtung. Nun werden automatisiert die Werte Belichtungszeit und/oder Blende so eingestellt, daß die Aufnahme – selbstverständlich wird die Filmempfindlichkeit mit einberechnet – durchschnittlich hell dargestellt wird. Das funktioniert in den meisten Fällen auch ganz gut. In unausgewogenen Bildkompositionen kommt die Automatik aber schnell an ihre Grenzen. Legen Sie beispielsweise ein weißes Taschentuch auf eine schwarze Unterlage. In den wenigsten Fällen würde das Taschentuch und der Hintergrund mit der exakt richtigen Helligkeit abgebildet werden. Das Problem resultiert daher, daß nur das Licht gemessen werden kann, daß vom Motiv reflektiert wird. Das Umgebungslicht kann hingegen nicht mit einbezogen werden. Hier entsteht also die Notwendigkeit, die Belichtung manuell zu korrigieren. Die kostengünstigste Möglichkeit ist der Einsatz einer Graukarte, die 18% des Umgebungslichtes reflektieren kann. Dieser Wert entspricht genau der Eichung des Belichtungsmessers. Das bedeutet in der Praxis, daß eine fotografierte Graukarte auf dem daraus resultierenden Foto immer genau so grau dargestellt wird, wie sie es in Wirklichkeit auch ist. Durch diese Eigenschaft eignet sich eine Grau Karte perfekt dazu, das Umgebungslicht zu messen.


Die Arbeit mit einer Graukarte ist im Prinzip gar nicht so schwierig: Nachdem ein Motiv gewählt wurde, stellt man seine Kamera ganz normal ein und richtet sie entsprechend aus. Ein Funkauslöser und ein Stativ können hilfreich sein, sind aber kein Muß. Nun hält man die Graukarte direkt vor das Motiv und löst aus. Wichtig hierbei ist, daß alle relevanten Meßfelder durch die Grau-Karte abgedeckt werden. Die Spot-Messung kann hier sehr nützlich sein, wenn nicht das gesamte Sucherbild durch die Grau Karte ausgefüllt wird. Alternativ kann man die Graukarte auch direkt vor das Objektiv halten. Bei dieser Vorgehensweise ist aber Vorsicht geboten! Befindet sich die Kamera im Schatten und das Motiv im Sonnenlicht, wird man so kaum eine korrekte Belichtung erzielen können. Die Karte selbst sollte immer parallel zum Sensor gehalten werden. Auf die Scharfstellung muß man hier noch nicht achten. Ob die Graukarte nun richtig fokussiert ist oder nicht, spielt für die Ermittlung der Belichtung überhaupt keine Rolle.


Eine so ermittelte Belichtung wird nun abgespeichert, sodaß alle nachfolgenden Bilder richtig belichtet werden. Aber Achtung: Ändert sich zwischendurch das Licht – etwa dadurch, daß sich eine Wolke vor die Sonne schiebe – werden alle zuvor gewonnen Meßergebnisse obsolet.


Gerade Landschaftsfotografen kommen mit dieser Methode aber oft an ihre Grenzen. Soll z.B. ein weit entfernter Berg fotografiert werden, ist es freilich nicht möglich, eine Graukarte direkt am Motiv zu platzieren. Hier bietet es sich eher an, eine sogenannte Belichtungsreihe durchzuführen. Die Spielreflexkameras aller Hersteller (Sigma, Canon Eos, Sony Alpha, Olympus, Pentax) unterstützen dieses Feature.


Mit einer Graukarte einen manuellen Weißabgleich durchführen

Die Wirkung eines Fotos wird entscheidend von den darin vorhandenen Farben determiniert. Beispielsweise wirkt ein Sonnenuntergangs-Foto nur durch rötliche, warme Farben so richtig romantisch. Umgekehrt kann ein Bild durch falsch wiedergegebene Farben ruiniert werden, was sich dann etwa in unschönen Farbstichen äußern kann. Doch wie kann es dazu kommen? Die Kamera muß das Umgebungslicht analysieren, um auf Grundlage dieser Auswertung das Bild mit den von ihr vermuteten Farben zu belichten. Die reale Farbsituation kann aber häufig durch die Automatik nicht korrekt eingeschätzt werden.


Licht, mit dem wir im fotografischen Alltag arbeiten, besteht fast immer aus Farbanteilen des gesamten Farbspektrums. Doch das Mischungsverhältnis weist große Unterschiede auf. Durch die dominierende Farbe wird letztendlich der Gesamteindruck des Bildes bestimmt.


Nachfolgende Tabelle sollte einen Eindruck davon ermitteln, welche Farbtemperatur bei einer bestimmten Lichtquelle zu erwarten ist. Die auf der linken Seite befindlichen Angaben geben die Lichtquelle wieder, die rechten die Farbtemperatur in Kelvin.

Blauer, klarer Himmel 10 000 bis 20 000
Sonnenlicht bei Nebel/Dunst 9000
Schatten bei blauem Himmel 8000
Dicht bewölkter Himmel 7000
Leicht bewölkter Himmel 6200
Interner Kamerablitz 6000
Externes Blitzgerät 5500
Sonnlicht um die Mittagszeit 5200
Sonneneinstrahlung am Abend/Nachmittag 4500
Xenon-Lampe 4400
Sonneinstrahlung am Morgen 3500
Halogenscheinwerfer 3200
Sonnenuntergang 3000
Glühlampe mit 145 Watt 2900
Glühlampe mit 35 Watt 2600
Kerzenlicht 2000


Diese Werte sind immer dann interessant, wenn ein manueller Weißabgleich vorgenommen werden soll. Soll etwa ein Motiv bei Kerzenlicht fotografiert werden, wird man mit einem Wert von 2000 Kelvin gute Ergebnisse erzielen. Viel genauer kann ein Weißabgleich aber nur mit einer Graukarte vorgenommen werden. Hierfür platziert man die Grau-Karte direkt neben dem Motiv und fotografiert sie formatfüllend. Das so entstandene Foto kann als Referenz für den Weißabgleich in den Speicher der Kamer a abgelegt werden. Je nach Kamerahersteller – Sony Alpha, Olympus, Pentax, Canon Eos, Sigma usw. – funktioniert das ein wenig anders. Aber keine Sorge, die genaue Vorgehensweise kann dem jeweiligen Handbuch entnommen werden.


Eine Graukarte selber basteln?

Sicherlich wird man sich als Einsteiger in die Welt der Fotografie auch fragen, ob es nicht möglich wäre, eine Graukarte selber zu basteln. Schließlich brauchte man ja nur einen Karton und ein graues Blatt. Ganz so einfach ist es aber nicht, wenn man darauf wert legt, daß Foto, Film und Video farbrichtig aufgenommen werden. Eine Graukarte wird nämlich mit einer bestimmten Farbe hergestellt, die exakt 18% des Lichts reflektiert. Es wäre ein großer Zufall, wenn ein beliebiges Stück Papier diese fundamentale Voraussetzung erfüllen würde. Wenn etwas Aufwand liesse sich aber sicherlich eine Graukarte selbst herstellen, wenn man etwa die Möglichkeit hätte, ein Blatt mit "richtigem" Grau auszudrucken. Ob sich so ein Unterfangen aber lohnen würde, ist äußerst zweifelhaft, weil hochwertige Graukarten schon für weit unter 10 Euro gekauft werden können.


JJC Graukarte im Test

In dem nachfolgendem Video präsentiert der Fotograf Wolfgang Saris unsere handliche Graukarte von JJC. In diesem Test wird neben dem Unboxing gezeigt, wie eine Graukarte richtig angewendet wird.


Eine Graukarte richtig anwenden

Wie in dem oben aufgeführten Tutorial deutlich geworden seien sollte, ist es für das erfolgreiche Arbeiten mit einer Graukarte unerlässlich, diesselbe auch richtig anzuwenden. Für den Einsteiger mag das auf den ersten Blick noch etwas kompliziert erscheinen. Schnell wird man sich aber an die Handhabung gewöhnen und die notwendigen Schritte automatisch vollziehen.



Informationen

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