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CPL Filter

Polarisationsfilter

Mit Polarisationsfiltern Reflexionen beseitigen und kräftigere Farben erzeugen


Jeder Besitzer einer digitalen Kamera kennt das Problem: Störende Spiegelungen auf nichtmetallischen Oberflächen (Wasser, Fensterscheiben usw.) verhindern eine gelungene Bildkomposition. Abhilfe schaffen hier Polarisationsfilter, die auch als Polfilter oder kurz als CPL-Filter bezeichnet werden. Mit diesen kann immer auch dann gearbeitet werden, wenn ein kräftiger blauer Himmel und/oder ein sattes Pflanzengrün abgelichtet werden sollen. In unserem Sortiment finden Sie Polarisationsfilter von Praktica (Design von B+W) und hochwertige Polfilter ohne Branding von JJC.



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Polarisationsfilter: Geschichte, Technik, Praxis


Unter einem Polarisationsfilter (kurz auch CPL-Filter oder Polfilter genannt) versteht man in der Fotografie einen Polarisator für Licht, dessen Grundprinzip auf Dichroismus basiert., was so viel heißt, daß komplementär polarisiertes Licht absorbiert wird. Ein Polarisationsfilter ist aus einem Metallring gefertigt, der mitteln eines Filtergewindes an der Frontseite eines Objektivs aufgeschraubt werden kann. Innerhalb der Metallfassung befindet sich eine Glasplatte, die durch ein Drehgewinde in die gewünschte Position gebracht werden kann. Polfilter können mit den Wechselobjektiven aller bekannter Hersteller verwendet werden: Olympus, Pentax, Nikon, Sony, Canon Eos, Sigma, Tamron, Tokina, Praktica usw. Bekannte Hersteller von CPL-Filtern sind unter anderem: Marumi, Hoya, B+W (Schneider Kreuznach), Kenko, Hama, Walimex, Cokin und Praktica.


Geschichtliche Entstehung der Polarisationsfilter


Bereits die seefahrenden Wikinger sollen eine Art Polarisationsfilter (Sonnenstein) verwendet haben, um bei bedecktem Himmel ihre Position zu r Sonne ermitteln zu können. Im 19. Jahrhundert, also in den Anfangszeiten der Fotografie war man bereits auf das Problem störender Glanz-Effekte aufmerksam geworden. Man registrierte dann aber auch, daß sich diese unerwünschten Effekte durch den Einsatz polarisierender Medien gut eingedämmt werden konnten. Aber erst 1923 hatte A. Zimmern in Paris damit Erfolg, effektiv für optische Belange einsetzbare flache Kristallblättchen zu produzieren. Es kam zu einem gewissen Durchbruch, als Ferdinand Bernauer im Jahre 1935 die Hersteller großflächiger, aber äußerst dünner Flächen-Filter gelang, die für fotografische Zwecke eingesetzt werden konnten. Später wurde die Produktion von der Firma Carl Zeiss übernommen. Zur gleichen Zeit begann auch die Firma Kodak mit der Entwicklung von Vielkristallfiltern. Heutzutage sind Polarisationsfilter nicht mehr aus der Welt der Fotografie wegzudenken. Es werden zwei Arten von Polfiltern unterschieden:


1) Lineare Polfilter


2) Zirkular-Polfilter


Funktionsprinzip von Polarisationsfiltern


Um die Funktionsweise von CPL-Filtern besser verstehen zu können, muß man sich erst darüber klar werden, was Licht überhaupt ist. Wenn Licht sich ausbreitet, passiert dies immer in Form von Wellen, die eine bestimmte Schwingrichtung haben. Die Schwingrichtung determiniert letztendlich die eigentliche Polarisation. Schwingt eine Lichtwelle von links nach rechts, bezeichnet man sie horizontal. Schwingt sie hingegen von unten nach oben, spricht man von einer vertikalen Polarisation. Selbstverständlich gibt es zwischen diesen Grundpositionen auch Zwischenstufen. Normalerweise ist es so, daß Licht ein ausgewogenes Verhältnis aller Richtungen beinhaltet. Von polarisiertem Licht spricht man immer dann, wenn bestimmte Schwingrichtungen nicht vorkommen, etwa weil sie zuvor herausgefiltert wurden. Für das menschliche Auge ist polarisiertes Licht unter normalen Umständen nicht sichtbar, weshalb dieser Effekt in der Regel nur wenig Beachtung findet. Für Fotografen ist es aber ein hochspannendes Thema, was unzählige Beiträge über CPL-Filter in Foto-Blogs, Foren usw. beweisen. Der Grad der Polarisation mit bei Polfiltern mit einem Drehgewinde bestimmt. Durch eine Drehung von 90 Grad kann man von der schwächsten zur stärksten Filterwirkung gelangen. Dreht man den Filter hingegen um 180 Grad ist der Effekt wieder neutralisiert. Der Polarisationseffekt läßt sich hervorragend mit zwei kombinierten Polfiltern nachvollziehen. Sperrt man mit dem zweiten CPL-Filter genau die Lichtwellen, die vom ersten Filter durchgelassen werden, wird man eine deutliche Abdunkelung hervorrufen.


Fotografiert man ein Motiv, das eine ausgewogene Mischung verschiedener Lichtwellen-Richtungen enthält, wird man mit einem Polfilter keine großartigen Effekte erreichen können. Er schluckt dann lediglich einen Teil des Lichts, weshalb er zum Teil auch als schwacher Graufilter zum Einsatz kommen kann.


Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn das Motiv Lichtwellen enthält, die bereits polarisiert sind. Dann kann der Polarisationsfilter nämlich exakt so ausgerichtet werden, daß er diese Wellen eliminiert oder aber auch verstärkt.


Wo tritt polarisiertes Licht eigentlich auf?


Natürlich auftretendes polarisiertes Licht ist keine Seltenheit. So kann man diesen Effekt häufig auf Spiegelungen an nichtmetallischen Oberflächen beobachten; beispielsweise Wasseroberflächen, und Schaufenster-Scheiben. Warum ist das so? Immer wenn Licht an einer nicht aus Metall bestehenden Oberfläche in einem ganz bestimmten Winkel (Brewster-Winkel)reflektiert wird, kommt es zu einer Eliminierung einer bestimmten Polarisations-Richtung.


Wer dieses Prinzip verstanden hat, kann gezielt mit einem Polarisationsfilter Spiegelungen verschwinden lassen. Beispiel: Bei einer Spiegelung auf einer Wasseroberfläche wird das Licht der horizontalen Polarisation gelöscht und das der vertikalen Polarisation gespiegelt. Dann kann man mit einem Polfilter auch das Licht der vertikalen Polarisation aussperren. Somit wäre die Spiegelung beseitigt, denn übrig bleibt nur noch das ausgewogene, nicht polarisierte Licht des Motivs.


Polarisationsfilter in der fotografischen Praxis


Vor dem Kauf eines Polfilters muß man zunächst prüfen, welchen Durchmesser das Filtergewinde des zu verwendenden Objektivs hat. Handelt es sich beispielsweise um ein 72mm-Gewinde, kann ein CPL-Filter mit 72mm Durchmesser aufgeschraubt werden. Mit Hilfe der Drehfassung läßt sich der gewünschte Filtereffekt exakt bestimmen.


Einige Objektive, deren Filterfassung sich beim Scharfstellen mit dreht, sind relativ schwierig zusammen mit Polarisationsfiltern benutzbar. Denn immer, wenn man hier nach Einstellung des CPL-Filters den Autofokus verwendet, würde sich der Polfilter mitdrehen und müßte entsprechend wieder nachjustiert werden. Das Problem läßt sich nur manuelles Scharfstellen allerdings ganz gut beheben. Mit Objektiven, bei denen die Fokussierung im inneren des Gehäuses stattfindet, wird man hingegen keine Probleme haben. Leider trifft man gerade im Low-Budget-Bereich häufig auf außen sich mitdrehende Objektive.


Weil mit Polfiltern meistens auch in der freien Natur fotografiert wird, wo mit starkem Streulicht gerechnet werden muß, stellt sich natürlich die Frage, inwiefern Polarisationsfilter zusammen mit Gegenlichtblenden verwendet werden können. Streulichtblenden, die auf das Objektiv-Bajonett aufgesetzt werden können, lassen in der Regel den Platz um das Objektiv-Filtergewinde frei, sodaß ein Polfilter ausreichend Platz findet. Nur ist dann der Zugang zu dem Drehgewinde erschwert, was im Praxiseinsatz als störend empfunden werden kann. Weniger Probleme hat man mit einer Sonnenblende, die mittels eigenen Filtergewindes direkt auf den Polfilter aufgeschraubt werden kann. Dreht man dann an der Gegenlichtblende, dreht sich der Polarisationsfilter einfach mit. Bei Ares Foto finden Sie auch Metall-Sonnenblenden, die ein Frontgewinde besitzen. Ein Polfilter kann dann also vorne an der Streulichtblende aufgedreht werden, was eine wirklich komfortable Lösung darstellt.


Immer wieder sieht man, daß einige Fotografen Polarisationsfilter als Schutzfilter verwenden und diese dementsprechend immer auf dem Objektiv belassen. Das ist aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert:


1) Ein Polfilter schluckt immer auch einen Teil des Lichts. In Situationen mit wenig Licht möchte man in der Regel eher auf diesen Graufilter-Effekt verzichten.


2) Es ist immer auch möglich, daß die Bildqualität durch einen Polarisationsfilter beeinträchtigt wird. Wenn es darauf ankommt, die Frontlinse zu schützen sollte man lieber einen UV-Filter oder einen Clear-Filter verwenden.


3) Bei jedem Foto müßte man die Stellung des Polfilters justieren, um nichts dem Zufall zu überlassen. Das ist in der Foto-Praxis einfach viel zu umständlich.


Viel besser ist es da, einen Polfilter immer erst dann aufzuschrauben, wenn es eine konkrete fotografische Situation erforderlich macht. Hier empfiehlt sich die Verwendung einer Filtertasche, denn auch Kratzer auf dem Filter-Glas können die Bildergebnisse negativ beeinflussen.


Polarisationsfilter in der praktischen Anwendung


Möchte man gespiegeltes Licht entfernen, etwa um Fische unter einer Wasseroberfläche besser fotografieren zu können muß man wie folgt vorgehen. Zu erst sei festgehalten, daß sich gespiegeltes Licht nur dann entfernen läßt, wenn es selbst polarisiert ist. Man positioniert sich dann ungefähr 35 Grad zum Motiv und dreht den Polarisationsfilter so lange, bis die korrekte Position erreicht ist. Durch ein allmähliches Verändern des Standortes kann dann der ideale Winkel eingenommen werden.


Natürlich kann man den optimalen Winkel nicht in allen Situationen erreichen, etwa wenn die eigene Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist.


Auch die Brennweite hat Einfluß auf den Filter-Effekt. Verwendet man etwa eine kurze Brennweite, wird eine gleichmäßige Wirkung über den ganzen Bildausschnitt erschwert, weil innerhalb des Bild-Feldes mehrere unterschiedliche Einfallswinkel existieren können. Mit dem Einsatz längerer Brennweiten kann die Wirkung des Polarisationsfilters gleichmäßiger zur Entfaltung kommen.


Selbstverständlich kann ein Polarisationsfilter auch dafür verwendet werden, eine Spiegelung zu verstärken. Das kann z.B. dann sinnvoll sein, wenn Spiegelungen des Hauptmotivs auch auf einer angrenzenden Wasseroberfläche stärker abgebildet werden sollen.


Ein Hauptanwendungsbereich von Polarisationsfiltern ist die Optimierung von Farben und Kontrasten. So kann man einen Himmel dahingehend abdunkeln, daß er in einem kräftigen Blau erscheint. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man sich in einem 90 Grad Winkel zur Lichteinfallsrichtung befindet.


Eine weitere Möglichkeit ist, grüne Pflanzen in satteren Farben erstrahlen zu lassen. An grünen Blättern kann sich nämlich weißes Sonnenlicht spiegeln, wodurch die natürliche Eigen-Farbe der Blätter abgeschwächt werden kann. Je nach eingenommenen Winkel kann man hier bemerkenswerte Ergebnisse erzielen.



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